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Charity
Wie Kinder mit ihrer Unterstützung wieder einen Platz an der Sonne finden
Kinder sind unsere Zukunft
Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie berühren unser Herz mit ihrer Fröhlichkeit, ihrer Neugier, den Fragen nach dem „Warum“, ihrer Offenheit und auch ihrem Vertrauen. Wir sind für sie verantwortlich, denn sie sind auf uns, auf unsere Sorge und auf unsere Liebe angewiesen. Ihre Zukunft, die für uns alle so wichtig ist, ist abhängig von unserer Fähigkeit, ihnen eine stabile, behütete Kindheit zu geben und gleichzeitig in einem guten Umfeld ihre Entwicklung zu fördern. Aber ist das wirklich so selbstverständlich, wie wir denken? Immer häufiger erschrecken wir durch Schlagzeilen über Vernachlässigung, Misshandlung oder gar Missbrauch von Kindern. Und das hier in Deutschland, in unserer Gesellschaft, sogar in unserer Nachbarschaft. Immer häufiger schalten sich staatliche Stellen oder das Jugendamt ein, sind Erzieher und Lehrer oder auch die Nachbarn in der traurigen Verpflichtung, Kindern in Not zu helfen.
Wo Vertrauen wächst…
In vielen Fällen müssen Kinder aus ihrem familiären Umfeld herausgenommen werden, einfach um sie zu schützen und ihr Wohl sicher zu stellen. In drastischen Fällen sogar, um ihr Leben zu retten. Die Bethanien Kinderdörfer geben solchen Kindern ein Zuhause und neue Lebensperspektiven. Gegründet vor mehr als 50 Jahren von den Dominikanerinnen von Bethanien bieten sie heute, mit drei Kinderdörfern in Eltville im Rheingau, Bergisch Gladbach im Rheinland und Schwalmtal am Niederrhein, Platz für 300 Kinder in Not. In 20 Kinderdorffamilien leben Ehepaare oder Kinderdorfmütter mit den Kindern in einer verlässlichen Lebensgemeinschaft. Versuchen das Vertrauen und die Stabilität von zumeist traumatisierten Kindern wieder herzustellen. Keine leichte Aufgabe. Denn meistens haben die Kinder schon etliche Stationen, Notaufnahmen, Pflegefamilien oder Heime hinter sich, bevor sie hier ein neues Zuhause finden können. Einige von ihnen müssen Gewalterfahrungen verarbeiten. Dafür arbeiten in Bethanien pädagogische Fachkräfte, Sozialpädagogen, geschulte Erzieher, Familientherapeuten oder Heilpädagogen. Denn es geht für diese Kinder nicht nur um Heimat oder Versorgung. Sie benötigen tiefgreifende Hilfen, Therapien oder Förderprogramme, um im Leben wieder Fuß zu fassen. Kern der Bethanien Kinderdörfer ist die Kinderdorffamilie. Aber nicht immer ist für alle Kinder eine Kinderdorffamilie das Richtige. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, je nach Alter der Kinder oder nach ihren Bedürfnissen, arbeiten die Bethanien Kinderdörfer ergänzend mit unterschiedlichen pädagogischen Angeboten. Von der begleitenden heilpädagogischen Tagesgruppe, die die ganze Familie ambulant unterstützt, bis hin zu sozialen Wohngruppen, die im Schichtdienst besonders intensiv betreut werden. Und wenn die Jugendlichen alt genug sind, um sich selbständig zu machen, so erhalten sie spezielle begleitete Wohntrainings, damit sie dann ganz alleine im Leben zurecht kommen. „Wo Vertrauen wächst“ ist das Motto der Kinderdörfer. Es soll Ausdruck sein für die Lebensaufgabe der vielen engagierten Menschen, die dort arbeiten. Und Ausdruck für die christlichen Werte, die den Kinderdörfern am Herzen liegen. Denn sie bilden den Rahmen für alles Handeln. Kindern neues Vertrauen und neue Stabilität für ein zukünftiges Leben in der Normalität zu geben, die für uns alle so selbstverständlich ist.
Auf dem Weg in ein neues Zuhause
Nicht immer reichen die ohnehin knapp bemessenen Pflegesätze der Kommunen aus, um alle anfallenden Kosten wirklich zu decken. So müssen in der Kinderdorfgemeinschaft Häuser tiefgreifend saniert werden. „Feuchtigkeit drang durch Dächer, Rohrleitungssysteme waren so marode, dass wir schon darüber nachdenken mussten, die Häuser vorrübergehend aufzugeben“ so Klaus Esser, Kinderdorfleiter in Schwalmtal. Die Anfragen der Jugendämter häufen sich und der Platz reicht nicht mehr aus, neue Kinderdorffamilien müssten gegründet werden, die aber neue Häuser benötigen. Material für heilpädagogische Förderung oder auch die individuelle Entwicklungsförderung von Kindern wird nicht immer durch Kommunen oder Krankenkassen übernommen.
Gute Aussichten
Entwicklung ist wichtig für die Kinder, die hierher kommen. Aber auch für die Möglichkeiten der Bethanien Kinderdörfer, ihrem Anliegen gerecht werden zu können. Nicht nur im Hinblick auf die reine Versorgung, die Kinderdorffamilien, die Unterkünfte, die Zimmer der Kinder oder den Schulunterricht. Anders als bei allen anderen Kindern ist die pädagogische und therapeutische Begleitung von besonderer Bedeutung für ihre gesunde und gute Zukunft. Und so strengen sich alle drei Kinderdörfer an, ihre Angebote in sozial kälteren Zeiten aufrecht zu erhalten und mit der Hilfe von Spenden sogar auszuweiten. In Schwalmtal zum Beispiel soll ein Pferd angeschafft werden. Der Kontakt zu Tieren ist für viele Kinder ein erster Schritt zurück zu Vertrauen, zu Sorge oder Beziehungsfähigkeit. Angefangen von einem ersten Streicheln bis zur Übernahme von Verantwortung für ein Lebewesen. Viele Kinder finden in der Musik eine Form, Gefühle wieder zulassen und ausleben zu können, so dass die musikalische Förderung ein wichtiger Teil ihrer Heilung sein kann. Angebote, die von Kommunen und Staat nicht unbedingt immer als notwendige Grundversorgung angesehen werden und deshalb nur über Spenden finanziert werden können. Wie viel Selbstvertrauen das schenken kann, sieht man an Jugendlichen aus allen drei Kinderdörfern, die zusammen mit einem Musikpädagogen jetzt ihre eigene Kinderdorfhymne geschrieben haben. Gemeinsam haben sie an Text, Musik, Gesang und der Instrumentalisierung gearbeitet. Ein Ausdruck ihres Lebensgefühls. Mit guten Aussichten für ihre Zukunft.
Infokasten:
Die Bethanien Kinderdörfer wurden 1956 von den Dominikanerinnen von Bethanien in Deutschland gegründet. Bis heute konnten sie weit über 2.000 Kindern ein Stück Kindheit und ein Zuhause geben. Heute gibt es in Deutschland drei Kinderdörfer mit insgesamt 300 Plätzen für Kinder in Not. Zwei der Kinderdörfer sind in Nordrhein-Westfalen, in Bergisch Gladbach bei Köln und in Schwalmtal, am Niederrhein. Eines der Kinderdörfer liegt in Hessen, in Eltville, in der Nähe von Wiesbaden. Professionelle Mitarbeiter und Ordensschwestern kümmern sich um verschiedene pädagogische Angebote, von der Kinderdorffamilie, über Wohngruppen bis hin zu heilpädagogischen Tagesgruppen oder dem betreuten Wohnen von Jugendlichen oder jugendlichen Behinderten. Viele der notwendigen Angebote können nur über Spenden sichergestellt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bethanien-kinderdoerfer.de oder fordern Sie Informationsbroschüren an unter 02163-4902-220. Spenden erreichen die Bethanien Kinderdörfer über ihr Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Kontonummer 1000 111. |
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